Bergwerk150 Meter unter der Erde: Klasse 5b besucht das Silberbergwerk Freiberg

Nach zwei Stunden Unterricht begann für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b am 20.05.2026 der aufregende und interessante Teil des Tages: Mit dem Bus fuhren sie in die Silberstadt Freiberg.

Am dortigen Bergwerk angekommen, blieb noch genügend Zeit, um das Außengelände näher unter die Lupe zu nehmen. Ein Frühstück in einer echten historischen Lokomotive erlebte man schließlich auch nicht alle Tage!

Dann wurde es ernst...

Die Kinder erhielten Helme sowie Sicherheitswesten und wurden in Gruppen eingeteilt. Nach und nach beförderte der Förderkorb alle in 150 Meter Tiefe. Ein wenig gruselig war das schon: Es war kalt, nass und dunkel, Wasser tropfte von den Wänden und der Aufzug ratterte ganz schön. Auch die Luft war hier unten deutlich stickiger als an der Erdoberfläche.

Neugierig verfolgten alle die Berichte des Bergführers. Viele, oftmals noch sehr junge Menschen schufteten hier früher bei schlechter Luft, unter enormer körperlicher Anstrengung und ganz ohne Tageslicht. Viele von ihnen starben dadurch bereits in jungen Jahren. Auch die Wasserkraft spielte eine entscheidende Rolle für den Bergbau. Wie diese funktionierte, wurde den Kindern anhand eines Wasserrad-Modells vorgeführt. Mit Hilfe dieser Kraft wurde damals die Grube entwässert oder der Antrieb zur Zerkleinerung von Gestein genutzt.

Besonders anschaulich wurde den Fünftklässlern dargestellt, wie man die Steine zerschlug. Nachdem alle aufmerksam zugeschaut hatten, wurden die Schüler mit Schutzbrillen ausgestattet und durften sich selbst im Klopfen von Erz versuchen. Der „Lebenslauf der Steine“, die sich durch Wärme und Druck verformen, wurde den kleinen Bergbauern ebenso erläutert wie die Tatsache, dass sich dieser Prozess über mehrere tausend Jahre erstreckt. Zudem lernten sie, wie wichtig die Holzstämme im Stollen waren: Als Alarmsignal begannen diese laut zu knirschen, wenn die Grube vom Einsturz gefährdet war.

Nach dieser faszinierenden Führung erhielten alle Teilnehmer stolz den Anhänger „Ich bin ein Entdecker“. Anschließend erkundeten die Kinder noch ein wenig das Freigelände und besuchten das Museum der Steine.

Ein herzlicher Dank gilt der Regiobus Mittelsachsen und der Sparkassen-Stiftung, die den Schülern der 5. Klasse diesen unvergesslichen Tag im Bergwerk ermöglicht haben. 

(Geschrieben von der AG Juniorjournalisten, Schüler der 5b wurden dazu interviewt) 

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